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Für Lydia P. (40) war bis vor kurzem jeder Zahnarztbesuch der reinste Horror: “Ich hatte schon Termine und bin immer wieder vor der Tür umgekehrt“, schildert die Sekretärin ihre extreme Zahnarzt-Angst.
Der Grund war ein Erlebnis in der Jugend: “Mit 13 kam ich wegen einer akuten Vereiterung in die Zahnklinik. Ein grober Arzt schnitt mir ohne Spritze das Zahnfleisch mit dem Skalpell auf. Es tat mörderisch weh. Dann schickte er mich heim, ich fühlte mich im Stich gelassen. Es war Wochenende. Die Schmerzen machten mich fast wahnsinnig. Das war mein Schlüsselerlebnis. Später hatte ich noch einmal so eine schmerzhafte Erfahrung gemacht. Ich hatte Zahnschmerzen, der Zahnarzt bohrte eine Krone auf, fand jedoch nichts und gab mir Schmerztabletten mit nach Hause. Dann fuhr er in Urlaub. Die Schmerzen kamen wieder, der Zahnarzt war weg. Ich musste wieder in die Zahnklinik.
Seitdem hatte ich Panik vor jedem Zahnarzt. Das fängt schon am Tag Vorher an. Nachts kann ich nicht mehr schlafen. Am Morgen bin ich völlig fertig. Mein Mann muss mich zur Praxis fahren, allein würde ich es gar nicht schaffen. Bereits im Aufzug befällt mich die Panik. Und im Wartezimmer bin ich schon mehrmals ohnmächtig geworden. Alles vor Angst.
Ich ging nur noch alle fünf Jahre zum Zahnarzt, wenn es sich gar nicht mehr vermeiden ließ. Meine Zähne waren entsprechend schlecht. Erst durch Narkodent habe ich wieder Vertrauen in die Zahnmedizin gefunden. Der vermittelte Zahnarzt hatte Verständnis für meine Situation. Einfühlsam nahm er mir die Angst. Ich gehöre jetzt zu seinen Narkose-Patienten, habe schon fünf Narkosen hinter mir.
Vor dem Einschlafen soll ich immer an etwas besonders Schönes denken. Sekunden später bin ich schon weg. Beim Bohren träume ich dann oft vom Urlaub. Seit ich weiß, dass die Behandlung nicht mehr weh tut, habe ich auch keine Probleme mehr, die Praxis zu betreten.
Eine ideale Methode für Menschen mit Zahnarzt-Phobie“. |
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